Galerieausstellungen
MARTIN SCHULZE
MATERIEN
Emaille, Glas & Anderes
Nachdem der im Spreewald geborene Künstler Martin Schulze Kybernetik sowie Kunst und Design studiert hatte, arbeitete er in der industriellen Forschung und Entwicklung, als Gestalter, Grafiker, Illlustrator und bildender Künstler. Seine Lebensstationen waren Berlin, Paris, Magdeburg, Leipzig und seit 2017 wieder der Spreewald.
Seit 25 Jahren ist das Arbeiten mit Emaille ein bedeutender Teil seines künstlerischen Wirkens. Er zeigt im Packschuppen eine spannende Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten dieser jahrtausendealten handwerklichen Technik.
Von der Beschäftigung mit Emaille war für Schulze der Weg zum Schaffen von Glasobjekten folgerichtig, auch hier wieder mit forschendem Ausloten verschiedener Techniken: Bleiverglasung, Schmelzglas oder Montage. Beide Materialien sind für ihn herausfordernd und zugleich faszinierend.
Die tragende Idee der Ausstellung ist das staunende Interesse an den tieferen Strukturen unserer Welt. Im Angesicht einer Zeit voller Verunsicherungen, Umbrüche und allgegenwärtiger Auseinandersetzungen schöpft der Künstler aus der Stabilität und komplexem Funktionieren in der Natur Zuversicht und Optimismus.
Der Kunstverein Glashütte lädt zum Entdecken und Staunen ein.
Die Eröffnung findet am 7.6. 2026 um 15 Uhr statt.
Ausstellungsort: Galerie Packschuppen
Ausstellungsdauer: vom 7.6.2026 bis 23.8.2026
Öffnungszeiten: donnerstags bis sonntags 11 – 17 Uhr
Info und Kontakt
Gabriele Klose
Tel. 033704 66060 oder 0172 8574277
g.klose-packschuppen@freenet.de
www.packschuppen.de
Sonderausstellungen im Hüttenbahnhof
Women and Glass | Glasobjekte von Gestalterinnen 1950-2000
Ausstellungsort: Hüttenbahnhof
Ausstellungsdauer: 28.03.26 – 23.08.26
Öffnungszeiten: Di – So sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr
Schon in den 1930er Jahren fand „Lausitzer Glas“ eine professionelle Glasgestaltung. Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) war als am Bauhaus ausgebildeter »Designer« künstlerischer Leiter des größten Glasbetriebes (VLG).
Viele studierte „Formgestalterinnen“ haben seit den 1950er Jahren diesen Qualitätsstandard in zahlreichen Einzelbetrieben gewahrt und weiterentwickelt. Neben den älteren Pionierinnen im Glasdesign, Ilse Decho (1915-1978) und Margarete Jahny (1923-2016), blickt diese Ausstellung auf die Leistung von weiteren ausgewählten 18 Frauen – von „Ameling“ bis „Wittig“. Ihre Entwürfe sind hier in repräsentativer Auswahl zu sehen. Die Gestalterinnen errangen viele Designpreise. Ihr Formvermögen ist kaum als spezifisch weiblich zu fassen. Vielmehr stehen die von ihnen geschaffenen Gläser in der Tradition der Moderne und des skandinavischen Designs. Gleichwohl können Gestalterinnen als praktischer gelten
als ihre männlichen Kollegen. Frauen fragen „Lässt sich das Glas gut abwaschen“ und „passt der Sommerstrauß“ in eine Vase, deren Rand hoffentlich „bruchfest“ ist (Marlies Ameling). Gestalterinnen mögen sich auch stärker mit der Technologie befasst haben, damit sie von den Männern in der Produktion „nicht aufs Eis geführt“ werden konnten. Ihre Professionalität gewannen die Spezialistinnen in Berlin-Weißensee, Halle-Giebichenstein und Heiligendamm und sahen sich „von außen“ in die Fabriken delegiert. Dort schufen sie mit Hilfe der damals fast ausschließlich männlichen Glasmacherbelegschaft am Ofen Inkunabeln der „DDR-Moderne“.
Women-and-Glass prägten den Zeitgeist formgewaltiger Jahre. »Industrieerzeugnisse sind nicht nur Handelsartikel, sondern jedes, selbst das kaum Beachtete, Aussage über den Geist unserer Zeit, seine Höhen und Tiefen«, formulierte Friedrich Buntdzen.
In der heutigen Studioglasbewegung verbinden sich die Felder von Gestaltung und Design sowie hüttentechnischer Umsetzung häufig in einer Person. Allein am Glasofen wirken heute über ein Dutzend New-Women-and-Glass, denen eine eigene spätere Ausstellung gewidmet werden soll.
Konzept: Siegfried Kohlschmidt und Georg Goes
Mitarbeit: Kathleen Adriaensen, Paula Caballero
Dank: Siegfried Kohlschmidt, Stadtstiftung Baruth,
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
und Landkreis Teltow –Fläming
Info und Kontakt
Museumsverein Glashütte e.V.
E-Mail schreiben
Tel.: 033704 / 9809-14
Vorherige Ausstellung

Hinterglasmalerei | Astrid Germo & Karsten Wittke
Ausstellungsort: Hüttenbahnhof
Ausstellungsdauer: 16.11.25 – 1.03.2026
Dauerausstellung im Museum
Museum in der Neuen Hütte
Über 300 Jahre Geschichte der Baruther Glashütte und über 3.000 Jahre Glasherstellung.
Ausstellungsort: Museum in der Neuen Hütte
Ausstellungsdauer: ganjzährig
Öffnungszeiten: Di – So sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr
Reinhold Burger
Über 300 Jahre Geschichte der Baruther Glashütte und über 3.000 Jahre Glasherstellung.
Ausstellungsort: Schleiferei und Maschinenhaus
Ausstellungsdauer: ganjzährig
Öffnungszeiten: Di – So sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr




